Wir über uns

Herzlich willkommen bei der EASA e.V. in Berlin!

Die East Asian Sports Association Berlin e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 1992 aus dem Universitätssport entstanden ist. Inzwischen trainieren wir in mehr als fünf Disziplinen traditionelle und moderne ostasiatische Sportarten. Dabei kommt es uns neben der körperlichen Fitness vor allem auf den Spaß am gemeinsamen Training an. Darüber hinaus wollen wir den geistigen Hintergrund der jeweiligen Kampfkunst und kulturelle Aspekte des ostasiatischen Raumes kennenlernen. Der Mitgliedsbeitrag berechtigt zur Teilnahme an allen angebotenen Kursen, ein kostenloses Probetraining ist jederzeit möglich.

10 Jahre EASA - eine kurze Chronik

Liebe Freunde und Freundinnen der EASA!

Die East Asian Sports Association ist zehn Jahre alt geworden. Der Verein,der ostasiatische Kampfsportarten bzw. Kampfkünste unter einem Dach vereint, hat eine Geschichte hinter sich, die weder gesellschaftlichen Ruhm noch Erfolge im Leistungssport vorweisen kann. Die EASA ist ein kleiner Verein, der zu einer mittleren Größe heranwächst. Ein kleiner Abriß aus der Geschichte der EASA soll einen Überblick über dieses sympathische Projekt bieten, das seine Ausrichtung auf ein qualitativ gutes Training mit großzügigen Trainingszeiten zu geringen Preisen hat.

1992 wurde der Verein von Studenten aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität Berlin gegründet. Sein Name war “Taekwon-Do Academy”. Sein Trainer war Chae Su Ha, der einen Taekwondo-Kurs im Rahmen des Hochschulsports an der FU leitete und selber Wirtschaft studierte. Die Studenten Ralf Leipner und Chae Su Ha sahen den Verein als wirtschaftliches Experiment mit sozialer Ausrichtung an. Da das Training im Unisport nur innerhalb der Vorlesungszeit stattfand und ein großes Trainingsloch in den Semesterfenen zu langen Trainingspausen zwang, kam die Idee auf, ein eigenes Projekt zu starten. Ein Jahr später wurde die Idee Wirklichkeit, als sich mehrere Germanistikstudent/innen bereit erklärten, außerhalb von Dahlem und regelmäßig zu einem geringen Beitrag zu trainieren. Die Taekwon-Do Academy wurde in den Friedrichshainer Verein “Empor Brandenburger Tor” eingegliedert, wo sie in einer Halle in einem Kesselhaus einer ehemaligen Brauerei Platz zum Trainieren fand. Eine Kindergruppe wurde eröffnet, die zum Teil aus dem Karatekurs von Empor gewechselt kam.

Wiederum ein Jahr später verließ die Taekwon-Do Academy Empor und bekam zum ersten Mal einen eigenen Standort am Ostkreuz, der später den Kem der EASA bilden sollte, da dort bis zu sechs mal in der Woche trainiert wurde und die Halle ausschließlich der EASA zur Verfügung stand. 1994 ging Su Ha nach Korea zurück und übergab das Training an seinen Bruder Chae Su Ung, der eine eigene Sportschule in Schöneberg betreibt. Die Zusammenarbeit hielt allerdings nicht lange an und der Verein trennte sich nach einem Jahr von ihm und seinen Co- Trainer/innen.

Das Training wurde von Thomas Ramthun und Ludger Rademacher übernommen. Mit letzterem wurde die Sektion “Frauenselbstverteidigung” gegründet. Nachdem Thomas und Ludger aus privaten und beruflichen Gründen Berlin verlassen hatten, wurde für die Frauenselbstverteidigung Maria Saraceno und für das Taekwondo Bak Heung Yong angeworben. Mit Bak Heung Yong wurde noch die Kung Fu Sektion gegründet, und damit wurde die Taekwon-Do Academy in “East Asian Sports Association” umbenannt. Da sich der Verein zuvor in einer wirtschaftlichen Krise befand, wurde der Schritt nach vorn gewagt und neben der Kung Fu-Sektion noch die Sektion “Taekwondo für Frauen” mit Askold Hitzler gegründet. Damit trat die EASA in die Bezirke Mitte und Prenzlauer Berg ein.

Maria gab die Frauenselbstverteidigung an Nursevim Tigli ab und gründete die Sektion Jiu Jutsu. Bak Heung Yong ging auch nach Korea zurück und Thorre übernahm das Kung Fu Training. 1997 fand das erste Trainingslager der EASA in Bad Freienwalde zur Zeit der Oder-Deichbrüche statt. Maria wurde von ihrer Turiner Kampfkunst-Schule “Yoshin Ryu” legitimiert, Ju Tat Jutsu zu unterrichten. Ein Jahr später wird die Sektion “Tat Chi” mit Volker Agueras-Gäng gegründet, kurz darauf die Karate-Sektion mit Sebastian Czapek, der zuvor in der EASA Taekwondo trainiert hatte.

Taekwondo-Vorführung

Taekwondo-Vorführung vor der Feier am 26. Mai 2002

Ulrike Wörz übernahm 1998 die Taekwondo-Gruppe mit 14 Mitgliedern. 1999 fand das zweite Trainingslager der EASA in Zinnowitz statt.

Thorre verließ die EASA. Volker Agüeras übernahm das Kung Fu - Training der EASA. Marita Seiffert übernahm das regelmäßige Training der Frauenselbstverteidigung und die Sektion “Stiloffenes Kampftraining” wurde 2000 von Ulrike gegründet. 2001 fand das dritte Trainingslager der EASA zum zweiten Mal in Zinnowitz statt. Das Karate bekam einen zweiten Trainer Michael, das Taekwondo-Anfänger/innen Training wurde durch die Co-Trainerin Tanja Onken ergänzt. Kilian Pramschiefer wurde ein Jahr später Co-Trainer für das Taekwondo-Kindertraining.

Zur Zeit hat die EASA ca. 200 Mitglieder, einen Durchlauf von mindestens 600 Mitgliedern ohne Berücksichtigung der Probemitgliedschaften. Die Beiträge sind seit sieben Jahren konstant geblieben, das Training findet an 5-6 Wochentagen statt und ist häufig sogar auch in den Schulferien möglich. Die EASA mußte in ihren zehn Jahren immer wieder für ihre Hallen-Standorte und-zeiten kämpfen. Außerdem mußte mit so manchem mißgünstigen Hausmeister die Zusammenarbeit errungen werden. Der Kampf ging nicht nur gegen Wirtschaftskrisen und Arbeitsüberlastungen, sondern auch gegen zwei Versuche einer “feindlichen Übernahme” des Vereins durch andere Schulen in seinen Anfangszeiten. Zur Zeit haben wir eine konstante Trainerschaft in vielen Kampfsportarten / Kampfkünsten und bei den Mitgliedern einen sehr hohen Frauenanteil. Das ist in diesem Bereich nicht gerade üblich, wenn es sich nicht um einen reinen Frauenverein handelt. Am 15.6.2002 haben Gundula Bischoff und Heinrich Knuck den schwarzen Gürtel im Ju Tai Jutsu verliehen bekommen. Sie sind damit die ersten Dan-Träger, die die EASA hervorgebracht hat. Herzlichen Glückwunsch an die beiden!

Das Ergebnis der zehnjährigen Arbeit beweist, daß eine Idee zu einer Größe und Stärke herangewachsen ist, für die es sich gelohnt hat einzustehen. Seine Unabhängigkeit ist erhalten geblieben und seine Ideale von sozialer Verträglichkeit in einem qualitativ hochwertigem Klima sind verwirklicht worden. Hoffen wir, daß es lange dabei bleiben wird.